Verschiedene Fährtenschuh-Modelle



 

 

 

Zum Legen der Fährte werden Fährtenschuhe benötigt. Die neue Ordnung für Verbandsfährtenschuhprüfungen (VFSPO) besagt, dass zum Legen der Prüfungsfährten nur Schuhe mit durchgängig aus einem Material bestehenden Sohlen zu verwenden sind.

Fährtenarbeit mit dem Fährtenschuh

Mit dem Fährtenschuh getretene Fährten verlangen vom Hund eine ruhige, konzentrierte Arbeit. Die Bodenverwundung mit den Schalen kommt der jagdlichen Praxis sehr nahe.

Die Anforderungen müssen in ihrer Schwierigkeit so gehalten sein, dass der Hund die gestellte Aufgabe auch leisten kann, er darf also nicht überfordert werden. Die Standzeiten werden variabel gehalten.

Die Fährtenschuhe werden am Ende von den Füßen genommen, und auch diese Stelle wird markiert. Der Ort muss so gewählt sein, dass er auf kurzer Strecke angegangen werden kann, ohne beim Auslegen der „Endmarkierung“, also der Beute, die getretene Fährte zu kreuzen. Das genutzte Gelände sollte zirka drei Wochen nicht mehr zum Fährtenlegen ausgewählt werden. Beim sicheren Hund dürfen Fährtenschnittstellen im gleichen Gelände kein Problem mehr darstellen, da solche Verleitungen die jagdliche Realität widerspiegeln.

Die Standzeit sollte nie kürzer als Über-Nacht sein, da die Hunde wegen ihrer Feinnasigkeit sonst zu flüchtig sind und zu hoch arbeiten. Erreicht werden soll die zielstrebige ruhige Suche. Der Hund wird schnell lernen, dass auch ein Lob mit Streicheleinheiten ein lohnendes Ziel ist. Wichtig ist in jedem Fall, dass er so lange arbeitet und auf der Fährte vorangebracht wird, wie der Führer das will. Es wird nie nachgegeben, auch wenn der Hund von sich aus abbricht. Notfalls wird eine Pause eingelegt und die Arbeit später wieder aufgenommen. Es kann vorkommen, dass der Hund nicht mehr will oder kann. Dann sucht eben der Führer vor dem Hund her und ermuntert ihn zum Mitmachen. Ganz wichtig ist für den Hund die Verknüpfung von Fährtenarbeit – Weiterkommen – Lob! Sollte er lustlos werden, wird er wieder darauf hingewiesen, dass Lob wirklich eine angenehme Form der Verständigung ist, und er wird sich wieder bemühen.

Mit zunehmendem Ausbildungsstand sollten die Fährten auch von einer fremden Person angelegt werden. Nicht weil der Hund sich an der Witterung des eigenen Führers orientieren würde, sondern weil auch der Führer lernen muss, seinem Hund zu vertrauen. Ein so durchgearbeiteter Hund wird immer in der Lage sein, einer befohlenen Fährte zu folgen. Auch das Legen von Übungsfährten im fortschreitenden Alter darf dem engagierten Nachsucheführer keine Mühe bereiten. Den Hund aus seinem sonstigen Alltag herauszuholen und mit der Nase arbeiten zu lassen, festigt die Bindung von Hund und Führer durch den gemeinsamen Erfolg.

Fährtenschuhe, Markierungspray oder Markierungsband, Spritzflasche oder Tupfschwamm gehören zu den Ausbildungsgegenständen für die Fährtenarbeit.